Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 10/2023 - 29.03.2023

Wer Fachkräfte haben will, muss ausbilden!

363 Personal- und Betriebsräte unterstützen DGB-Forderung nach einer Ausbildungsumlage in Berlin

Wer Fachkräfte haben will, muss ausbilden – in einem offenen Brief an die Verhandlungsparteien einer neuen Berliner Koalition verleiht der DGB Berlin-Brandenburg seiner Forderung nach einer gesetzlichen Ausbildungsumlage Nachdruck. Bislang haben 363 Betriebs- und Personalräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen aus 45 Betrieben und Einrichtungen der Hauptstadt den Brief unterschrieben.

Seit vielen Jahren warnt der DGB vor einem demografisch bedingten Fachkräftemangel. Dennoch ist die Zahl der Auszubildenden in den Berliner Unternehmen seit 2006 um 30 Prozent gesunken.

„Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften sehen in der Ausbildungsumlage ein zentrales Instrument zur Stärkung der dualen Ausbildung. Im vergangenen Jahr hat es seit langer Zeit wieder eine vertiefte inhaltliche Debatte über die Einführung einer Ausbildungsumlage gegeben“, sagte Nele Techen, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, am Mittwoch in Berlin. Die positiven Erfahrungen aus der Bauwirtschaft, der Pflege und aus Innungen hätten gezeigt, dass eine Ausbildungsumlage ein wichtiges Instrument für eine nachhaltige Ausbildungsquote und mehr Ausbildungsqualität ist, so Techen. Diejenigen Unternehmen, die in die Ausbildung investieren, werden durch die Ausbildungsumlage  entlastet. Die umgelegten Gelder bleiben „im System“ und kommen vollständig der Berufsausbildung junger Menschen zugute. 

Die 2022 vorgelegten Eckpunkte der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales zur Gestaltung einer Ausbildungsumlage seien eine gute Grundlage, um jetzt in die konkrete Umsetzung zu gehen, unterstrich Nele Techen. Aus Sicht der Gewerkschaften sollte die gesetzliche Umlage für alle Betriebe gelten, für deren Branche es bis zu einem Stichtag keine allgemeinverbindlichen Tarifverträge für ein Umlageverfahren zwischen den jeweils zuständigen Arbeitgeberverbänden und der DGB-Gewerkschaft gibt.

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