Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 74/2020 - 25.11.2020
Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen:

Keine falsche Toleranz gegenüber Belästigung und Gewalt

Belästigung und Gewalt gegen Frauen dürfen in der Krise nicht aus dem Blick geraten, mahnt der Deutsche Gewerkschaftsbund. „In den letzten Monaten hat die häusliche Gewalt zugenommen und gezeigt: zu Hause bleiben ist besonders für viele Frauen und Kinder gefährlich“, sagt Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg.

Auch in Berlin und Brandenburg suchten nach Erfahrungen von Hilfeeinrichtungen mehr Frauen Beratung und Schutz in Unterkünften. „Es ist wichtig, dass das Hilfsangebot mit dem Bedarf schutzsuchender Frauen wächst“, fordert Staack anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen.

Auch am Arbeitsplatz erleben Frauen Gewalt und Belästigung. „Falsche Toleranz gegenüber sexistischen Sprüchen, ungewünschten Berührungen und anderen Übergriffen ist fehl am Platz“, sagt Staack. Dabei spielt es keine Rolle, ob im Betrieb oder von zu Hause aus gearbeitet wird: „Belästigung per E-Mail oder Firmen-Chat ist genauso tabu wie sexistische Sprüche auf dem Flur.“

Unternehmen seien gesetzlich verpflichtet, gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz vorzugehen. „Dabei können Arbeitgeber und Betriebsrat zusammenwirken: In Betriebsvereinbarungen kann man regeln, wie Fälle von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vermieden und aufzuklären werden sollen.“


Nach oben

Ansprechpartnerin Presse

Nina Lepsius

Nina Lepsius

↗ Presse- und Öffentlichkeits- arbeit

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

nina.lepsius@dgb.de

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Zuletzt besuchte Seiten