Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37/2022 - 03.06.2022
Bundestagsbeschluss zu Mindestlohn

DGB: Mehr als eine halbe Million Menschen in Berlin und Brandenburg profitieren von Mindestlohnerhöhung

Berlin/Potsdam, 3. Juni 2022, DGB BBR – Der Bundestag hat zum 1. Oktober die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro beschlossen. Davon werden in Berlin und Brandenburg rund 655.000 Menschen profitieren, die bislang zu Niedriglöhnen unter 11,51 Euro gearbeitet haben. 

„Der DGB Berlin-Brandenburg begrüßt die Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro – auch wenn die Inflation ihre Wirkung schmälert“, sagte Katja Karger, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Angesichts des in vielen Branchen anhaltenden Trends zur Tarifflucht von Unternehmen sind Mindestlöhne, Allgemeinverbindlicherklärung bestehender Tarifverträge und Tariftreueklauseln im Vergaberecht für staatliche Aufträge notwendig, um Dumpingkonkurrenz auf dem Rücken der Beschäftigten einzudämmen. Klar ist aber auch: Selbst der aktuell beschlossene Mindestlohn bleibt eine untere Haltelinie mit stetem Anpassungsbedarf. Was wir in Deutschland dringend benötigen, ist eine deutliche Stärkung der Tarifbindung und damit eine verlässlich gute Bezahlung für gute Arbeit – besonders in Ostdeutschland.

Starke Tarifverträge verhindern Armut trotz Arbeit und sichern darüber hinaus gute und faire Arbeitsbedingungen. Davon profitieren nicht nur die Beschäftigten, sondern die gesamte Gesellschaft.“


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