Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17/2021 - 18.03.2021
Berlin-Brandenburg/Bundesprogramm zu Ausbildung

DGB Berlin-Brandenburg: Erneuten Einbruch bei Ausbildung verhindern

Der DGB Berlin-Brandenburg hat Unternehmen und Betriebsräte der Region aufgerufen, mit dem weiterentwickelten und deutlich verbesserten Bundesprogramm zur betrieblichen Berufsausbildung eine Offensive für mehr Ausbildungsplätze zu starten.  „Im zweiten Jahr der Corona-Krise muss der Ausnahmezustand bei der beruflichen Ausbildung beendet werden – und das umso mehr, als ein erneuter Einbruch bei der Zahl von Ausbildungsverträgen droht“, sagte der DGB-Vorsitzende von Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, am Donnerstag in Berlin.

„Die Hilfen für ausbildende Betriebe müssen schneller, unbürokratischer und an mehr Unternehmen fließen“, sagte Hoßbach. Geld für die Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung, zur Unterstützung der Übernahme von Auszubildenden aus insolventen Unternehmen sowie für die Verbundausbildung sei eine gute Investition in die Zukunft. „Eine Facharbeiterausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Viele Jugendliche haben deshalb bereits jetzt einen Großteil ihrer Ausbildung im Ausnahmezustand verbracht.“

Eine Betriebsumfrage des IAB belegt: Fast jeder dritte Ausbildungsbetrieb konnte die Ausbildungsinhalte nicht wie vorgesehen vermitteln. „Daher ist es gut und richtig, nun Betriebe zu fördern, die ihren Auszubildenden eine kostenfreie Vorbereitung auf die Abschlussprüfungen ermöglichen“, sagte Christian Hoßbach. „Gerade in Krisenzeiten gilt: Wer heute ausbildet, nützt der eigenen Firma und beugt Fachkräftemangel vor. Ausbildung ist zugleich die beste Absicherung gegen  Armut und Abhängigkeit von staatlichen Transferleistungen. „Jetzt geht unser dringender Aufruf an die Unternehmen, sich ernsthaft über die attraktiven Fördermöglichkeiten zu informieren und mehr junge Menschen auszubilden“, sagte Christian Hoßbach.

Eckpunkte des weiterentwickelten Bundesprogramms „Ausbildung sichern“ sind: Ausbildungs- und Übernahmeprämien für Betriebe werden verdoppelt. Die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit und die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung werden verbessert. Ein Sonderzuschuss hilft Kleinstunternehmen. Kosten für externe Vorbereitungskurse werden anteilig übernommen. Die Förderung einer Auftrags- oder Verbundausbildung wird attraktiver. Die einzelnen Maßnahmen müssten gut ineinander greifen, fordert der DGB.   „Ganz gleich, ob die Träger der Verbundausbildung vom Bund oder von den Ländern finanziert werden: Sie müssen sich vernetzen und eng mit den Agenturen für Arbeit kooperieren – sonst werden die guten Ansätze nicht die volle Wirkung erzielen können“, sagte Hoßbach.


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