Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12/19 - 04.03.2019
Besoldung

DGB fordert Übertragung der Tarifsteigerungen auf Landesbeamte – plus Aufhol-Zuschlag

Nach dem Tarifabschluss im öffentlichen Dienst fordert der DGB Berlin-Brandenburg, dass das Volumen des Ergebnisses zeit- und wirkungsgleich auf die Landesbeamten übertragen wird. „Leistungsfähige öffentliche Einrichtungen gibt es nur mit attraktiven Arbeitsbedingungen. Die am Wochenende vereinbarte Entgelterhöhung von insgesamt acht Prozent muss deshalb auch bei den Beamtinnen und Beamten ankommen“, fordert Sonja Staack, Vize-Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Zusätzlich müssen Berlin und Brandenburg noch etwas drauflegen, um ihren Rückstand im Vergleich zu anderen Bundesländern aufzuholen.“

Der DGB erwartet von den Ländern Berlin und Brandenburg, das Volumen des Ergebnisses zeit- und wirkungsgleich auf die Beamtinnen und Beamten übertragen. Das heißt, die Besoldung muss sich mindestens wie folgt erhöhen:

• rückwirkend zum 1. Januar 2019 um ein Volumen von 3,2 Prozent
• zum 1. Januar 2020 um 3,2 Prozent
• zum 1. Januar 2021 um 1,4 Prozent

„Beide Länder haben sich grundsätzlich dazu bekannt, die Besoldung überdurchschnittlich anzuheben“, sagt Staack. „Nur wenn die Länder dieses Ziel beherzt anpacken, können sie neue Fachkräfte gewinnen und den Generationenwechsel im öffentlichen Dienst erfolgreich meistern.“

Die beiden Länder müssten deshalb jetzt Tempo machen. Dazu muss auch Berlin die Besoldungserhöhung rückwirkend zum 1. Januar umsetzen – und nicht wie geplant erst verspätet zum 1. April. Das Ziel muss sein, die Besoldungslücke zu anderen Bundesländern und zum Bund zu schließen. Hierfür wird auch Brandenburg das Tempo erhöhen müssen: Mit 0,5 Prozentpunkten Aufhol-Zuschlag pro Jahr wird das Schließen der Besoldungslücke zu lange dauern.

Der DGB fordert die Landesregierung in Berlin und Brandenburg auf, jetzt umgehend in erste Gespräche mit dem DGB und den Gewerkschaften über die Erhöhung der Beamtenbesoldung einzutreten.

 

DGB-Besoldungsreport 2019 (mit Ländervergleich)


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