Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 10/2020 - 06.03.2020
Internationaler Frauentag

Es ist Zeit Halbe-Halbe zu machen: Bei Arbeit, Zeit und Einkommen – und bei den Parlamentsmandaten

Seit mehr als 100 Jahren haben Frauen das Wahlrecht – seit über 70 Jahren hat der Staat laut Grundgesetz die Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern. Trotzdem sieht es 2020 so aus: Frauen verdienen pro Stunde weniger, haben geringere Alterseinkommen, arbeiten öfter im Niedriglohnsektor und stemmen den Großteil der unbezahlten Arbeit in Haushalt und Familie – auch wenn sie Vollzeit arbeiten. „Das liegt auch daran, dass ihre Interessen politisch weniger vertreten werden – auch in Berlin und Brandenburg“, sagte Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg.

Der DGB weist darauf hin, dass nur 30 Prozent der Mandate im Berliner Abgeordnetenhaus an Frauen gegangen sind, im Brandenburger Landtag liegt der Frauenanteil bei 32 Prozent. Der DGB unterstützt deshalb die Forderung nach einem Paritätsgesetz für Berlin, in Brandenburg müssten sich jetzt nach dem vor einem Jahr beschlossenen Paritätsgesetz alle Parteien der Realität stellen und Frauen in Verantwortung lassen. „Das Wahlrecht sollte so gestaltet werden, dass eine Geschlechterparität in den Parlamenten hergestellt wird“, sagt Staack. „Es ist Zeit Halbe-Halbe zu machen: Bei Arbeit, Zeit und Einkommen – und bei den Parlamentsmandaten. Wir finden: Nächstes Jahr sollte es zum Frauentag in Berlin nicht nur Rosen und Reden, sondern auch ein Paritätsgesetz geben.“

Der Deutsche Gewerkschaftsbund ruft 2020 unter dem Motto #fairgüten zum Internationalen Frauentag auf. In Berlin und Brandenburg finden über 30 Aktionen des DGB statt (siehe Anlage).


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Nina Lepsius

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