Deutscher Gewerkschaftsbund

PM SB/2020 - 28.02.2020

Zum Sozialbericht des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg

Zum heute vorgestellten Sozialbericht des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg:

„Die Sozialberichts-Daten dokumentieren aus Sicht des DGB klare Handlungsaufträge für die Landespolitik. Besonders von Armut gefährdet sind in Berlin und Brandenburg junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 25 Jahren. In Berlin betrifft dies 30 Prozent der jungen Menschen, in Brandenburg etwa ein Viertel. Junge Erwachsene müssen beim Übergang von der Schule in den Beruf verbindlich unterstützt werden. Dazu sind die Jugendberufsagenturen besonders in Brandenburg und Berlin nach einheitlichen, guten Standards auszubauen. Die Bundespolitik ist dringend gefordert, Jugendliche aus sozial schwächeren Familien den Weg in eine Ausbildung nicht zusätzlich zu erschweren und deshalb die Anrechnung von Ausbildungsvergütungen auf ALG II – Leistungen abzuschaffen. Die Länder Berlin und Brandenburg sollten hierzu eine Bundesratsinitiative auf den Weg bringen, wenn die Bundesregierung sich nicht endlich selbst bewegt.“   

Sorgen bereitet dem Deutschen Gewerkschaftsbund außerdem die langfristig steigende Armutsgefährdung im Alter. Waren im Jahr 2005 in Berlin nur 6 Prozent aller Rentner und Pensionäre von Armut bedroht, so sind es 2018 bereits 14 Prozent. Auch in Brandenburg sind inzwischen mehr als 11 Prozent betroffen. „Seit Jahren kehrt schleichend die Altersarmut in unsere Region zurück. Die Politik muss deshalb jetzt die gesetzliche Rente stärken. Wir brauchen zügig die Grundrente. Auf Dauer hilft nur ein stabilisiertes und langfristig anzuhebendes Rentenniveau“, ergänzt Christian Hoßbach.


Nach oben

Ansprechpartnerin Presse

Nina Lepsius

Nina Lepsius

↗ Presse- und Öffentlichkeits- arbeit

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

nina.lepsius@dgb.de

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Zuletzt besuchte Seiten