Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 58/2020 - 24.09.2020
Konjunktur

Industrie, Einkommen, Binnennachfrage stärken

Zum Wirtschaftswachstum im 1. Halbjahr sagt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg:

„Berlin und Brandenburg schneiden in der Krise besser – das heißt: weniger schlecht – ab als fast alle anderen Bundesländer. Das ist für die Region auf den ersten Blick eine freundliche Nachricht. Allerdings stehen dahinter die großen Strukturthemen, an denen konsequent weiter gearbeitet werden muss: Besonders Berlin verfügt über deutlich geringeren Anteil an Industrie und verbunden damit viele wirtschaftsnahe Dienstleistungen, die bundesweit durch Rückgang der Exporte und gestörte Lieferketten besonders gelitten haben. Daneben spielt der geringere Anteil gut und tariflich bezahlter Arbeitsplätze in Berlin und Brandenburg eine Rolle: wo weniger gut bezahlte Jobs sind, kann auch gesamtwirtschaftlich nur weniger Einkommen wegfallen. Der geringere Rückgang der Wirtschaftsleistung ist insofern nur ein Ausdruck der Wirtschaftsstruktur. Die Entwicklung in der Corona-Krise wirft also ein Schlaglicht auf die ohnehin anstehenden Aufgaben. Strategische Ziele der Wirtschaftspolitik müssen die Stärkung der Industrie mit guten Arbeitsplätzen sowie höheren Einkommen und die Stärkung der Binnennachfrage sein. Dafür brauchen wir gezielte öffentliche Investitionen und eine konsequente Politik für gute Arbeit und Einkommen. Eine schlechte Einkommensentwicklung würde die Wirtschaft nicht ent- sondern belasten.“


Nach oben

Ansprechpartnerin Presse

Nina Lepsius

Nina Lepsius

↗ Presse- und Öffentlichkeits- arbeit

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

nina.lepsius@dgb.de

Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Zuletzt besuchte Seiten