Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 59/2019 - 01.11.2019
7. Berlin-Brandenburger Gesellentag

Jeder achte Beschäftigte arbeitet im Handwerk – DGB fordert Fachkräftesicherung durch mehr Tarifbindung

„Gute Rente oder Altersarmut“ - unter dieser Frage findet am Samstag (2. November) in Erkner der 7. Berlin-Brandenburger Gesellentag statt. Gesellinnen und Gesellen werden über die Bedeutung des Handwerks als Wirtschaftszweig und Perspektiven für die Alterssicherung im Handwerk diskutieren.

„Die Zukunft des Handwerks hat Bedeutung für die Gesamtwirtschaft in der Region“, sagt der DGB-Bezirksvorsitzende Christian Hoßbach. „Jeder achte Beschäftigte in Deutschland arbeitet im Handwerk. Alleine in Brandenburg hat das Handwerk 160.000 Beschäftigte, die unverzichtbare Arbeit leisten. In der dringenden Aufgabe der Fachkräftesicherung ist noch viel zu tun.“ Die Zahl der Auszubildenden im Handwerk ist trotz des Bedarfs aber rückläufig. In der Konkurrenz mit einer besser bezahlten Ausbildung in der Industrie oder einem Studium entscheiden sich viele Jugendliche gegen das Handwerk. Die körperlichen Anforderungen sind hoch, Ausbildungsvergütungen vergleichsweise unattraktiv. Dabei sind einige Hebel zur Stärkung des Handwerks erkannt, so der DGB. Im Mittelpunkt stehen Tarifverträge.

Für Brandenburg haben sich DGB, Handwerkskammertag und Land bereits in der Initiative "Zukunft des Handwerks in Brandenburg" dazu bekannt, dass Tarifbindung, gute Ausbildung, Digitalisierung und Bekämpfung der Schwarzarbeit Erfolgsfaktoren dafür sind. In der praktischen Umsetzung fordert der Gewerkschaftsbund Fortschritte. So ist bei der Tarifbindung auch das Land Brandenburg in der Pflicht. „Öffentliche Aufträge für Handwerksleistungen sollen künftig nur an Betriebe mit Tarifvertrag gehen“, fordert Hoßbach.

Der Berlin-Brandenburger Gesellentag findet seit 2012 bereits zum 7. Mal statt. Auf Einladung der Arbeitnehmer-Vizepräsidentin und der Präsidenten der vier Handwerkskammern in Berlin und Brandenburg wollen die Gesellinnen und Gesellen ins Gespräch kommen und zeigen, dass die Arbeitnehmervertreter sich einbringen, um das Handwerk in der Region voran zu bringen.


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Nina Lepsius

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