Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 48/2020 - 26.06.2020

„BER-Eröffnung: Rückenwind für Gute Arbeit“ – Erklärung des DGB Berlin-Brandenburg

Der Bezirksvorstand des DGB Berlin-Brandenburg tagt heute am Flughafen BER „Willy Brandt“. Der Vorstand wurde von Flughafen-Arbeitsdirektor Michael Halberstadt begrüßt, Themen waren u. a. die bevorstehende Eröffnung des Flughafens und die Gestaltung der dortigen Arbeitsbedingungen.

Der DGB Bezirksvorstand verabschiedete eine Erklärung unter dem Titel „BER-Eröffnung: Rückenwind für Gute Arbeit“, in der der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften ihre Forderungen zum Thema Gute Arbeit im und am BER konkret formulieren.

Der DGB-Bezirksvorsitzende Christian Hoßbach sagt dazu: „Auch wenn es zu Corona-Zeiten nicht danach aussieht, der BER wird binnen kurzer Zeit größtes Wirtschaftsunternehmen der Region werden – und er muss auch Rückenwind für gute Arbeit organisieren. Die BER-Eröffnung ist eine hervorragende Gelegenheit, einen großen Leuchtturm guter Arbeit zu etablieren, der weit ins Land strahlt.“

Der Neuanfang mit dem BER birgt die Möglichkeit, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren, heißt es in der Erklärung. Der gesamte Flughafenbetrieb inklusive der Bodenverkehrsdienste gehört aus Sicht des DGB wieder in öffentliche Hand. Zudem müsse die FBB als Betreiberin und Vermieterin durchsetzen, dass nur solche Mieter und Auftragnehmer im und am Flughafen in Frage kommen, die sich an ihre Tarifverträge halten und damit ihre Beschäftigten keinem Dumpingwettbewerb aussetzen.

Damit der neue Flughafen die beste Wirkung für den Berliner Wirtschaftsraum entfalten kann, unterstützt der DGB die Anstrengungen der Flughafengesellschaft, mehr internationale Langstreckenverbindungen an den BER zu bringen. „30 Jahre nach der deutschen Einheit ist der Osten des Landes nur mit einer Handvoll Langstreckenverbindungen ausgestattet“, kritisiert Hoßbach, „das bremst die wirtschaftliche Entwicklung und entspricht schon lange nicht mehr dem erreichten Niveau von Forschung und Unternehmenslandschaft in der Hauptstadtregion.“

Der DGB setzte sich auch mit der Frage der Verkehrsanbindung des BER auseinander. Er sprach sich für ein integriertes  ÖPNV-Konzept aus, das gemeinsam mit dem VBB und den Landkreisen erarbeitet werden müsse. Die Berliner U-Bahnlinie U7 sei dabei ein wichtiger Bestandteil, sie solle zum neuen Terminal verlängert werden, am Bahnhof Schönefeld solle dabei ein neuer ÖPNV-Verknüpfungspunkt entstehen.

Anlage: Erklärung des DGB Bezirksvorstandes im Wortlaut:


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