Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 52/2018 - 30.08.2018
Ausbildungsmarkt

Nach wie vor viel zu geringes Angebot an Ausbildungsplätzen

Zur aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg:

 „Der Arbeitsmarkt ist weiterhin in guter Verfassung. Die wirtschaftlich gute Lage müssen die Betriebe für eine Stärkung ihres Fachkräftepotentials nutzen. Das haben viele Betriebe auch erkannt und ihr Ausbildungsplatzangebot leicht ausgeweitet. Im Ergebnis sehen wir wenige Tage vor dem Beginn des Ausbildungsjahres noch eine hohe Zahl an Ausbildungsplatzangeboten – und eine genauso hohe Zahl unversorgter Bewerber. Beide Zahlen liegen für Berlin und Brandenburg zusammengenommen über 10.000. Wir rufen alle diejenigen, die heute noch nicht wissen, wohin die eigene Entwicklung gehen soll, dazu auf, jetzt schnell auf die Jugendberufsagenturen zuzugehen, um sich über noch offene Ausbildungsplatzangebote zu informieren. Die Betriebe sind dringend gefordert, offener auf die vielen noch Ausbildungsplätze suchenden jungen Menschen zuzugehen.

Die Lage am Ausbildungsmarkt verdeutlicht über den Tag hinaus, wie groß die Aufgaben in der Fachkräftepolitik noch sind. In vielen Bereichen gibt es riesige Bewerberüberhänge. Rund um den Fahrzeugbau und in den technisch-naturwissenschaftlichen Berufen gibt es doppelt so viele Bewerber wie Plätze. Dasselbe gilt leider auch für Gesundheits- und soziale Berufe, in denen wir tagtäglich von Pflegenotstand und ähnlichen Problemlagen hören. Die Interessenten sind da, Ausbildungsplätze und –kapazitäten fehlen. Es macht keinen Sinn, über angebliche Fachkräfteknappheit zu jammern, wenn nicht gleichzeitig ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen.“

 

 


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