Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 12/14 - 20.03.2014
Equal-Pay-Day: Recht auf MEHR

Frauen müssten 80 Tage im Jahr länger arbeiten

Nicht genug, dass für alle Beschäftigten in Deutschland die Reallöhne unter das Niveau von 2000 gesunken sind: Frauen verdienen zudem 24 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Nur in den mittleren Leistungsgruppen (Fachkräfte und herausgehobene Fachkräfte) bekommen Männer und Frauen gleich viel Gehalt. Bei den Spitzenverdienern geht die Schere am weitesten auf. Aber: Während Krankenschwestern im Schnitt 9 Prozent weniger als ihre Kollegen verdienen, erhalten beispielsweise Informatikerinnen im Durchschnitt einige Prozent mehr als die Männer. Frauen mit Hochschulabschluss erhielten als Abteilungsleiterinnen im Schnitt 3.700 Euro im Monat, Männer konnten dagegen 5.200 Euro kassieren. Frauen müssten demzufolge im Jahr 80 Tage länger arbeiten, um die Lohnlücke zu schließen.

Damit bleibt die Lohn- und Gehaltsentwicklung weit entfernt von jeglicher Gerechtigkeitsvorstellung. Doro Zinke, Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin und Brandenburg, ermunterte die Frauen, sich mit ihren Qualifikationen nicht zu verstecken und entsprechende Honorierung zu fordern, um die Lohndiskriminierung zu beenden. An Betriebs- und Personalräte appellierte Zinke, auf die richtige Eingruppierung sowie Aufstiegsmöglichkeiten zu achten.


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Nina Lepsius

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