Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 75/2020 - 01.12.2020

Arbeitslosenzahlen: Aus- und Weiterbildung ist das Gebot der Stunde

Zu den Arbeitslosenzahlen sagte Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, am Dienstag in Berlin:

„Der erneute Teil-Lockdown führt zu einem erneuten Anstieg der Anzeigen für Kurzarbeit. Gut, dass die Bundesregierung im November einen verbesserten Rahmen zur Weiterbildungsförderung während Kurzarbeit ab dem neuen Jahr beschlossen hat. Der DGB erwartet ganz klar, dass diese Unterstützungsmöglichkeiten auch genutzt werden. Wichtig ist, dass in den kommenden Wochen durch gezielte Beratung und Information die Weichen hierfür gestellt werden. Die digitale und die sozial-ökologische Transformation gehen trotz der Krise weiter, auch dafür müssen die Menschen fit gemacht werden.

Sorgen bereitet uns nach wie vor die hohe Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr, insbesondere in Berlin, auch wenn hier glücklicherweise die sozialversicherte Beschäftigung weiter wächst. Die Agenturen und Jobcenter müssen jetzt alles dafür tun, ausreichend Unterstützung für eine schnelle Vermittlung in Gute Arbeit anzubieten. Gerade diejenigen, die es aufgrund geringer Qualifikation oder aus anderen Gründen schwer haben, erneut am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, müssen gezielt gefördert werden. Aber auch diejenigen, die sich umorientieren wollen, brauchen Unterstützung. Weiterbildung ist auch hier das Gebot der Stunde. Und ganz wichtig: Noch immer haben beide Bundesländer eine zu hohe Anzahl an arbeitslosen Jugendlichen. Der Kampf um jeden Ausbildungsplatz muss weiter fortgeführt werden. Berlin und Brandenburg brauchen gut ausgebildete Fachkräfte und es gibt auch eine Zeit nach der Krise.

Zum Personalwechsel an der Spitze der Regionaldirektion:
Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften danken Herrn Becking und Frau Faßbender für die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit und heißen Frau Dr. Ramona Schröder herzlich willkommen. Auch mit Frau Dr. Schröder haben wir in den vergangenen Jahren vertrauensvoll zusammengearbeitet und wünschen für die neuen Herausforderungen eine weiterhin erfolgreiche Hand.“


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Nina Lepsius

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