Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 22/2020 - 27.03.2020
Zukunft der Rente in Berlin und Brandenburg

Christian Hoßbach (DGB) zum Bericht der Rentenkommission „Verlässlicher Generationenvertrag“:

„Die Kommission hat einige gemeinsame Ergebnisse für die Bundesregierung formuliert, in der wesentlichen Frage des Rentenniveaus leider nicht. Das Niveau der gesetzlichen Rente darf keinesfalls unter 48 Prozent sinken. Schon das ist ein geringer und für viele nicht ausreichender Wert. Alles andere gefährdet den erarbeiteten Lebensstandard und schickte viele direkt zum Sozialamt. Die aktuelle Diskussion um die Kurzarbeit hat vielen die Augen geöffnet, wie wichtig ausreichende soziale Sicherungsniveaus sind. Deshalb erwarten wir in der Zeit nach Corona eine neue Qualität in der gesellschaftlichen Diskussion.

Die Zukunft der gesetzlichen Rente ist überall in Deutschland grundlegend wichtig, in unserer Region ist sie existenziell. Bereits heute liegt in Berlin und Brandenburg mehr als jede zweite Neurente unter der Armutsschwelle. Schließlich verfügen in unserer Region nur wenige über eine zusätzliche Altersversorgung. Sicherheit im Alter geht deshalb nur mit einer verlässlichen und starken gesetzliche Rente.

Richtig ist, dass die Kommission die Finger vor der Altersgrenze gelassen hat. Das wäre eine Kürzung der Renten durch die Hintertür und träfe vor allem die schwächsten und belasteten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“


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Nina Lepsius

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