Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17/09 - 02.03.2009

"Bankenretter" muss auch öffentlichen Dienst würdigen

Angesichts der massiven Reallohnverluste der Beschäftigten auch in Brandenburg hält der DGB einen angemessenen Abschluss im öffentlichen Dienst für dringend geboten.

Null-Lösungen minderten die Motivation und natürlich auch die benötigte Kaufkraft. Der Staat dürfe nicht nur als Bankenretter mit Milliarden jonglieren. Er müsse vielmehr auch seinen Verpflichtungen als Arbeitgeber nachkommen, erklärte Doro Zinke, stellv. Vorsitzende des DGB, Bezirk Berlin-Brandenburg, zu den aktuellen Tarifverhandlungen.

Wer auf die Tarifentwicklungen bspw. der Metallindustrie und der Chemischen Branche schaue, der bemerke, dass allein zwischen 2004 und 2008 die Gehälter zwischen 12,7 und 14,6 Prozent angestiegen seien, plus kräftiger Einmalzahlungen.

Im selben Zeitraum habe die Besoldung im öffentlichen Dienst Brandenburgs um lediglich 2,5 % zugelegt: Diese mickrige Zahl bringe die mangelnde Wertschätzung gegenüber den Kolleginnen und Kollegen im öffentlichen Dienst zum Ausdruck. Durch massive Entlassungen über Jahre hinweg seien die Grenzen der Belastbarkeit für viele Beschäftigte erreicht.

In der aktuellen Finanzdebatte erlebe der Staat seine Renaissance, das begrüße der DGB. Zu den Kernaufgaben des Staates zähle nach wie vor die öffentliche Daseinsvorsorge, bspw. Bildung, Gesundheit, Fürsorge, Mobilität, Kultur und Sicherheit.

Sie bildeten einen wesentlichen Aspekt des Sozialstaatsprinzips. „Vater Staat“ fungiere auch als Reparaturbetrieb für Familien: mit sozialen Einrichtungen, Bildungsstätten und der Fürsorge, in denen zahlreiche Beschäftigte mit viel Engagement ihre Arbeit machten. Das müsse sich auch in Tarifergebnissen niederschlagen, so die DGB-Vize.

 


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