Deutscher Gewerkschaftsbund

01.09.2021
Gute Arbeit

Fahrer:innen fest anstellen! Aktionstag der Gewerkschaften bei Amazon

Mit dabei waren Kolleg:innen vom DGB, Verdi, der Berliner Beratungsstelle für Migration und Gute Arbeit (BEMA) und die Initiative Arbeit und Leben. Sie klärten vor allem Lkw-Fahrer über ihre Rechte auf und kritisierten Outsourcing-Praktiken von Amazon. Der Konzern stellt Kurierfahrer:innen oft nicht selbst ein, sondern schließt Verträge mit Subunternehmen. Daraus ergeben sich für die Beschäftigten miserable Arbeitsbedingungen. Unterschreitungen beim Mindestlohn, überlange Arbeitszeiten, Rassismus und fehlende Zukunftsperspektiven seien an der Tagesordnung, berichteten sie den Gewerkschafter:innen. Diese fordern von Amazon die Festanstellung der Fahrer:innen. Prekäre Arbeitsverhältnisse seien kein Geschäftsmodell, sondern dazu da, Auftragsspitzen zu meistern. Vor Ort informierte sich auch Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). 

Aktionstag bei Amazon

Aktionstag bei Amazon 1.9.2021 FM/DGB

Mit Blick auf die anstehenden Wahlen sagte der DGB-Vorsitzende von Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: „Die Politik muss prekäre Arbeit eindämmen. Outsourcing-Praktiken à la Amazon müssen aktiv unterbunden werden. Sie schaden den einzelnen, sind schlecht für die Wirtschaft und spalten die Gesellschaft.“ Amazon solle der Forderung von Ver.di nachkommen und endlich einen Tarifvertrag unterschreiben, „damit Gute Arbeit auch bei Amazon zum Standard wird. Geschäfte und Gewinne regelt der Konzern  doch auch mit Verträgen“, sagte der DGB-Vorsitzende.

 


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