Deutscher Gewerkschaftsbund

12.10.2011

20 Jahre Bündnis der Vernunft

Aus Anlass des 20jährigen Jubiläums des Bündnisses der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit lud die Staatskanzlei Brandenburg heute zu einem Pressefrühstück ein.

Die gewalttätigen Übergriffe auf Ausländer/innen in Hoyerswerda im Jahr 1991 haben die gesellschaftlichen Kräfte in Berlin und Brandenburg auf Initiative des DGB, Landesbezirk Berlin-Brandenburg, dazu bewogen, ein gemeinsames Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit zu gründen.

Am 16. Oktober 1991 trat das Bündnis mit einer Pressekonferenz im Berliner Rathaus mit dem gemeinsamen „Aufruf zur Wiederherstellung des inneren Friedens und zur Wahrung der Würde aller Menschen“ in die Öffentlichkeit.

Seitdem wirbt das Bündnis durch verschiedene Aktivitäten für Toleranz in der Gesellschaft.

Ein besonderes Anliegen des Bündnisses der Vernunft war und ist es, die regionalen Strukturen in Berlin und Brandenburg zu stärken, weshalb seine Mitglieder 1993 beschlossen, als ständige Aktivität beispielhafte Aktionen in Berlin und Brandenburg alljährlich mit dem „Band für Mut und Verständigung“ auszuzeichnen. Dieses wird an Menschen aus Berlin und Brandenburg verliehen, die durch ihr mutiges Eingreifen MitbürgerInnen vor fremdenfeindlichen Gewalttaten beschützt haben oder die durch ihre engagierte Arbeit einen großen Beitrag zur interkulturellen Verständigung geleistet haben.

Einen Rückblick auf die damalige Situation in Deutschland, die zur Gründung des Bündnisses führte, gab Stefan Collm vom DGB, der zu einem der Gründungsmitglieder gehört. Hanns Thomä von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, der ebenfalls von Anfang an dabei war, ging auf die aktuelle Situation in der Bundesrepublik und speziell in Berlin und Brandenburg ein und betonte, dass die Arbeit des Bündnisses auch heute noch von großer Bedeutung ist. Große Bedenken äußerte Hanns Thomä hinsichtlich der aktuellen Entwicklung in Teilen der Politik, Rechtsextremismus und Linksextremismus auf eine Stufe zu stellen. Hier seien klare Unterscheidungen notwendig.

Die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Karin Weiss äußerte sich insbesondere zur diesbezüglichen Situation in Brandenburg und zur Bedeutung des Preises "Band für Mut und Verständigung" für die Region. Im Vordergrund steht dabei für sie, dass es nicht nur um den Kampf gegen Rechtsextremismus geht, sondern viel mehr um Toleranz, Zivilcourage und Menschlichkeit in der Mitte der Gesellschaft.


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