Deutscher Gewerkschaftsbund

14.09.2016
Für gerechten Welthandel

Bündnis „CETA & TTIP stoppen!“ erwartet 80.000 Demonstrierende

Das Bündnis „CETA & TTIP stoppen!“ erwartet für Samstag 80.000 Demonstrierende in Berlin. Der Berliner Trägerkreis des Bündnisses hat am Mittwoch zur Teilnahme an der Demonstration am Samstag in Berlin aufgerufen, die um 12 Uhr am Alexanderplatz beginnen wird. Die Bündnisorganisationen kritisierten CETA & TTIP als massiven Eingriff in das Leben der Bürgerinnen und Bürger. Die DGB-Bezirksvorsitzende Doro Zinke warnte davor, dass mit Handelsabkommen wie CETA und TTIP Privatisierungen, wie bei den Berliner Wasserbetrieben, gegen den Willen globaler Konzerne kaum noch rückgängig gemacht werden könnten.

Als prominente Rednerinnen und Redner auf der Demonstration werden Jennifer Morgan von Greenpeace International, Andrea Kocsis von ver.di, Olaf Zimmermann vom Deutschen Kulturrat, Hubert Weiger vom BUND, Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband und Peter Scherrer vom Europäischen Gewerkschaftsbund erwartet. Das Bündnis umfasst Gewerkschaften, Globalisierungskritiker, Wohlfahrts-, Sozial- und Umweltverbände, kultur-, demokratie- und entwicklungspolitische Organisationen, Initiativen aus Kirchen und von kleinen und mittleren Unternehmen sowie für Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft.

Im Anschluss an die Pressekonferenz versammelten sich die Vertreterinnen und Vertreter des Berliner Trägerkreis hinter einem großen Banner mit Fahnen und Schildern und verdeutlichten ihr Anliegen: CETA & TTIP stoppen! (Pressebilder ab 13 Uhr auf Flickr)

 

Uwe Hiksch, Mitglied im Bundesvorstand der NaturFreunde Deutschlands, kündigte für den Berliner Trägerkreis des Bündnisses an:
„Unmittelbar vor dem entscheidenden Treffen des EU-Handelsministerrats markiert der bundesweite Demonstrationstag den bisherigen Höhepunkt der Proteste. Wir rechnen damit, dass 80.000 Menschen aus Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg zu den Protesten am Samstag kommen. Die Politik der Deregulierung und des neoliberalen Freihandels stößt auf den Widerstand der Mehrheit der Menschen.“

Die Vorsitzende des DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Doro Zinke:

„Mit Handelsabkommen wie CETA und TTIP können Privatisierungen, wie bei den Berliner Wasserbetrieben, gegen den Willen globaler Konzerne kaum noch rückgängig gemacht werden. Das entschiedene Nein der meisten Berliner Parteien spiegelt die schlechten Erfahrungen mit Privatisierungen wider. Die gewerkschaftliche Alternative zu CETA und TTIP ist allerdings ein fairer Welthandel und nicht nationale Abschottung."
Die Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Berlin, Christine Kühnel:
„CETA und TTIP greifen als Freihandelsabkommen einer neuen Generation massiv in das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger ein. Dabei ist das europäisch-kanadische Abkommen keineswegs harmloser als TTIP. Beide haben erhebliche Auswirkungen auf europäische Standards zum Schutz von Umwelt und Verbrauchern. Mit CETA und TTIP wird Gentechnik in der EU Tür und Tor geöffnet, die bäuerliche Landwirtschaft bedroht und Klimaschutz könnte als Handelshemmnis weggeklagt werden."
 
Der Handelsexperte von Brot für die Welt, Sven Hilbig:
„Anstatt den Entwicklungsländern den Zugang zu unseren Märkten zu erleichtern, ziehen die führenden Industriestaaten mit CETA und TTIP die handelspolitischen Mauern noch höher. Wir brauchen nicht weniger Globalisierung, sondern eine Globalisierung, die den Menschen in Nord und Süd eine bessere und gerechtere Zukunft garantiert.“
 
Mitglied und Aktive bei Attac Berlin, Helga Reimund:
„Die Globalisierung bietet Konzernen die Möglichkeit zur größten Kaperfahrt der Geschichte. Ihre Beute sind die Reichtümer der Erde, die erbarmungslos ausgebeutet werden, so dass Millionen Menschen nicht genug zum Leben bleibt. Flüchtlingsströme und Klimawandel zählen zu den Folgen. Mit CETA würde internationalen Konzernen der passende Freibeuterbrief ausgestellt, der mit den Mitteln unserer Demokratie nicht mehr zurückzuholen ist.“

Die Auftaktkundgebung beginnt ab 11:30 Uhr an der Karl-Marx-Allee nah am Alexanderplatz Die knapp sechs Kilometer lange Route führt über die Warschauer Straße und an der East Side Gallery vorbei zurück zum Auftaktort, wo ab 15:15 Uhr die Abschlusskundgebung beginnt.


Pressekontakt Demo-Bündnis
Kathrin Ottovay (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Tel: 030 810560257
Mobil: 01520 6788920
Email: ottovay[aet]ttip-demo.de

 

Die heutigen Pressebilder erhalten Sie ab 13 Uhr hier:
https://www.flickr.com/photos/uwehiksch/

Informationen zum Kundgebungsprogramm sowie zur Routenführung unter ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/berlin/

Am Demonstrationstag haben Sie unter Vorlage Ihres Presseausweises Zugang zu einem Hubsteiger und einem Pressepodest sowie zum Pressezelt hinter der Bühne. Dort stehen Ihnen Svenja Koch (Tel. 0175-9361546 04231- 957590, auch mobil), Renate Vacker  (Tel. 0174 - 302 01 58) und Samuel Lehmberg (Tel. 0177- 6027981) als Ansprechpartner zur Koordination Ihrer Interviewanfragen zu Verfügung.

 


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