Deutscher Gewerkschaftsbund

20.06.2016
Offener Brief an die Bundeskanzlerin

Lohngerechtigkeitsgesetz jetzt!

Zwischen Männern und Frauen klafft in Deutschland eine Entgeltlücke von rund 21 Prozent – im europäischen Vergleich gehört Deutschland damit zu den Schlusslichtern.

Der DGB fordert gemeinsam mit dem Deutschen Frauenrat und anderen Verbänden nun die Bundeskanzlerin und die Abgeordneten des Bundestag in einem Offenen Brief auf, den von Familienministerin Schwesig vorgelegten Entwurf eines Gesetzes für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu unterstützen. Das Recht gleicher Bezahlung für gleiche und gleichwertige Arbeit müsse endlich durchgesetzt werden.

In dem Brief heißt es. „Zu Recht hat sich die große Koalition zum Ziel gesetzt, den Ursachen der Lohndifferenz auf verschiedenen Ebenen entgegenzuwirken, denn Lohndiskriminierung ist eine Verletzung der Menschenrechte.“ Wer die Lohnlücke schließe, entlaste auch Männer von der ihnen allzu oft zugeschriebenen Funktion als „Haupternährer“ und erleichtere ihnen die Übernahme fürsorglicher Verantwortung für sich und ihre Familien. Für Frauen verbessern sich damit die Chancen auf wirtschaftliche Unabhängigkeit und eine eigenständige Alterssicherung.


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