Deutscher Gewerkschaftsbund

10.02.2016
"Meinungsmacher" - zum Thema Flüchtlinge und Asyl

Diskussion über Flüchtlinge bei der EVG

von Dieter Petermann
Diskussionsleitung

v.l.n.r.: Annegret Pawlitz, Vorsitzende der Bundesseniorenleitung der EVG,
Alexander Kirchner, Vorsitzender der EVG,
Maritta Plan, Vorsitzende des Landesverbandes Senioren Berlin der EVG
Fotodienst EVG

Unter dem Thema „Meinungsmacher“ traf sich am 09.02.2016 der Vorsitzende der EVG, Alexander Kirchner, mit Aktiven und Senioren, um mit ihnen über die allgemein interessierende Thematik Flüchtlinge und Asyl zu diskutieren.

Über alle Überlegungen und Diskussionen stellte er den Artikel 1 des Grundgesetzes „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. Das hat Gültigkeit für die eigene Bevölkerung und für Flüchtlinge.

Es bestand die eindeutige Meinung, dass das Thema Flüchtlinge und Asylbewerber eine der größten Herausforderungen für Europa und nicht nur für Deutschland darstellt. Die 41 Teilnehmer an der Diskussionsrunde waren sich darüber einig, dass z.Zt. nicht eingeschätzt werden kann, wie die Entwicklung der Flüchtlingsbewegung weiter gehen wird.

Es besteht der Eindruck, dass der Bundesregierung ein Masterplan fehlt, der das weitere Vorgehen zur Beherrschung der augenblicklichen Situation festlegt. Der handlungsfähige Staat muss wieder hergestellt werden. In den Diskussionen war herauszuhören, dass die Gefahr besteht, dass das soziale Gleichgewicht auseinander zu brechen droht. Das bedeutet: Nährboden für Konflikte!

Es wurde zwischen den Beteiligten ein Konsenz gefunden, das es notwendig wäre, ein Einwanderungsgesetz zu erarbeiten und zu verabschieden, das Regularien festschreibt, wie Einwanderung verträglich für alle Beteiligten geregelt werden kann.

Ein wenig Ratlosigkeit trat ein, als die Frage gestellt wurde, wie würdest du entscheiden, wenn Bomben, Beschuss, Hunger und Elend dein Leben beeinträchtigen würden? Fliehen oder bleiben?

Es muss Geld in die Hand genommen werden, um Bildung, Berufsausbildung, Schaffung von Arbeitsplätzen und bezahlbaren Wohnraum voranzutreiben, damit der soziale Frieden in Deutschland erhalten bleibt und so auch eine Integration der Flüchtlinge gewährleistet werden kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es eine sachliche, nicht immer übereinstimmende, teilweise von Ängsten getragene, aber nicht emotional aufgebauschte Diskussionsrunde war.

Danke Alex!


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