Deutscher Gewerkschaftsbund

20.03.2015

Vorschläge zur Novellierung des öffentlichen Dienstrechts in Brandenburg

DGB fordert Ausbildungsoffensive und langfristige Personalentwicklung im öffentlichen Dienst

„Gute Arbeit“ und attraktive Beschäftigungsbedingungen sind wichtige Voraussetzungen, damit der anstehende Generationswechsel im öffentlichen Dienst des Landes Brandenburg gelingt. Der DGB spricht sich daher in einem im März veröffentlichten Positionspapier für eine Ausbildungsoffensive im öffentlichen Dienst aus. Weil der künftige Personalbedarf aber nicht mehr allein durch Ausbildung gedeckt werden kann, müssen zusätzlich umfangreiche Neueinstellungen vorgenommen werden, um den Personalbestand wieder ausreichend aufzustocken. Dafür fordert der DGB Berlin-Brandenburg ein langfristiges Personalentwicklungskonzept, das für einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren den notwendigen Personalbedarf auf der Grundlage der zu erfüllenden Aufgaben sowie der prognostizierten altersbedingten Personalabgänge feststellt.

Damit der öffentliche Dienst auch für Quer- und Seiteneinsteiger attraktiver wird, unterbreitet der DGB in seinem Positionspapier zahlreiche Vorschläge zur Novellierung des Laufbahnrechts. Dabei geht es dem DGB unter anderem um eine größere Durchlässigkeit zwischen den Laufbahnen und Laufbahngruppen und einen flexibleren Zugang zum öffentlichen Dienst.

Hintergrund der Initiative des DGB ist das im Brandenburger Koalitionsvertrag formulierte Ziel, das öffentliche Dienstrecht zu überprüfen und mögliche Zugangshürden bei der Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften für den öffentlichen Dienst abzubauen. In den nächsten Wochen wird der DGB mit der Landesregierung die Vorschläge ausführlich erörtern.


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Ansprechpartner Beamte /ÖD

Porträt Matthias Schlenzka

Öffentlicher Dienst und Beamtenpolitik

Matthias Schlenzka 

Tel: 030 21240-200
Fax: 030 21240-114

matthias.schlenzka@dgb.de

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