Deutscher Gewerkschaftsbund

20.11.2017
Beschluss

Arbeitsplatzvernichtung für höhere Gewinne. Nein, danke!

DGB-Gliederungen aus Berlin-Brandenburg erklären Solidarität mit Siemens-Beschäftigten

IG Metall Protest

Mitglieder der IG Metall prostestieren gegen den geplanten Stellenabbau bei Siemens DGB/Heiko Glawe

Über sechs Milliarden Euro Gewinn nach Steuern verkündete der Siemens-Konzern vor wenigen Tagen, es sei ein „herausragendes Jahr für das Unternehmen“. Die Dividende für die Aktionäre soll angehoben werden. Ganz anders dagegen die Botschaft an die Beschäftigten: Tausende Stellen sollen gestrichen werden, auch in Berlin.

Diese Pläne sind zuallererst ein Schlag ins Gesicht der Beschäftigten, die diese Gewinne mit ihrer Arbeit ermöglicht haben. Diese Pläne gefährden aber auch den Industriestandort Berlin und nicht zuletzt den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft. Zahlreiche tariflich gesicherte Arbeitsplätze stehen auf der Kippe. Besonders instinktlos und geschichtslos ist die Verkündung des Rückzugs aus Berlin und den neuen Ländern am Tag des Mauerfalls, dem 9. November gewesen.

Gegen diese Politik des Konzernvorstands hilft nur massiver Widerstand.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Klausur des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg mit den DGB-Stadt- und Kreisverbände Berlin-Brandenburg erklären ihre volle Solidarität mit den Beschäftigten und ihrer Gewerkschaft, der IG Metall!

Wir rufen dazu auf, die geplanten Protestaktionen und -kundgebungen für den Erhalt von Standorten und Arbeitsplätzen bei Siemens aktiv zu unterstützen.

 

Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg

Christian Hoßbach, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg

Christian Fromm, Vorsitzender des DGB-KV Spandau (stellvertretend für 23 DGB-Stadt- und Kreisverbände in Berlin und Brandenburg)


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