Deutscher Gewerkschaftsbund

21.06.2012

Fünf-Punkte-Strategie gegen Menschenhandel

EU-Kommission plädiert für Regelverschärfung

Die EU-Kommission will mit verschärften Regeln gegen den internationalen Menschenhandel vorgehen. In einer Fünf-Punkte-Strategie, die am 19. Juni 2012 vorgestellt wurde, sind Präventions- und Schutzmaßnahmen, die Unterstützung der Opfer und die strafrechtliche Verfolgung der Täter vorgesehen.

Innenkommissarin Cecilia Malmström: "Es ist erschreckend, dass in unserer heutigen Zeit noch immer Menschen verkauft oder als Zwangsarbeiter oder  prostituierte gehandelt werden. Mit unseren Maßnahmen möchten wir in erster Linie sicherstellen, dass die Opfer Unterstützung erhalten und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.  Auch wenn wir noch weit davon entfernt sind: Unser oberstes Ziel muss es sein, dem Menschenhandel definitiv ein Ende zu bereiten."

Im Mittelpunkt der Strategie steht die Einrichtung nationaler Strafverfolgungseinheiten, gemeinsamer Euorpol und Eurojust Ermittler für grenzüberschreitende Verbrechen sowie eine verständlichere Opferinformation und eine verbesserte Opferunterstützung. Hierfür wird die zusätzliche Prävention im Internetbereich ein wichtiger Baustein sein. Die Strategie wird nun im Europäischen Parlament und im Rat erörtert.

 

Nach neuesten Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) sind weltweit ca. 20,9 Millionen Menschen von Zwangsarbeit betroffen, wozu auch die erzwungene sexuelle Ausbeutung gezählt wird. Von den in den EU-Mitgliedstaaten ermittelten Opfern werden drei Viertel sexuell ausgebeutet (76 % im Jahr 2010), während andere sich Zwangsarbeit (14 %), Bettelei (3 %) oder häuslicher Sklaverei (1 %) ausgesetzt sehen.

 

Quelle: http://ec.europa.eu/deutschland/press/pr_releases/10722_de.htm

Die vollständige Pressemeldung unter: http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/12/619&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en


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