Deutscher Gewerkschaftsbund

19.03.2012

Gelbe Hand verliehen

Jugendliche aus ganz Deutschland senden klare Absage an Rassismus und Rechtsextremismus

Am Wochenende verlieh der gewerkschaftliche Verein „Mach meinen Kumpel nicht an!“ zum sechsten Mal die Gelbe Hand. Die Auszeichnung wird für besonderes Engagement für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Rechtsextremismus in der Arbeitswelt an Berufsschülerinnen, Berufsschüler und alle Jugendliche, die sich in einer beruflichen Ausbildung befinden, vergeben.

Die Schirmherren des Wettbewerbs „Die Gelbe Hand“ 2011/2012, Nordrhein-Westfalens Minister für Arbeit und Integration, Guntram Schneider sowie der Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Franz-Josef Möllenberg übergaben in Düsseldorf die Preise.

Guntram Schneider lobte in seiner Rede das Engagement des Kumpelvereins: „Die ‚Gelbe Hand‘ ist das Symbol gegen Rassismus geworden. ‚Mach meinen Kumpel nicht an‘ sagt deutlich: Wir stehen im Betrieb beieinander. Wer ausgrenzt, den erwartet unser Widerstand. (…) Auch nach über 25 Jahren brauchen wir das gemeinsame Engagement des Kumpelvereins wie eh und je. In dieser Zeit ist unser Land durch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte vielfältiger, bunter und reicher geworden. Doch nach wie vor gilt: Diskriminierung und Rassismus hören nicht am Werkstor auf.“

Franz-Josef Möllenberg betonte, wie er von der Kreativität beeindruckt sei, mit der „Menschlichkeit, Miteinander und Absage an Gewalt als Botschaften“ in den prämierten Beiträgen transportiert worden seien.

Den ersten Preis gewannen Sebastian Tammen, Andy Hülsing, Jannes Pollmann und Martin van Scharrel, Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) I in Leer (Niedersachsen) für den Beitrag „nur weil ich anders bin“. Mit dem zweiten Preis wurden die Auszubildenden der Rheinbahn AG in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen) für den Beitrag „Die Azubis der Rheinbahn AG gegen Rassismus“ ausgezeichnet. Der dritte Preis ging an Hamed Salman Chaudhry, einen Berufsschüler aus Jagel (Schleswig-Holstein) für den Beitrag „Ankerwurf im 'Hafen Deutschland‘“. Der Sonderpreises DGB Jugend NRW wurde den Schülerinnen und Schülern des Eduard-Spranger-Berufskollegs aus Hamm für den Beitrag „3 Bewerber – gleiche Chance?!" verliehen. Die DGB Jugend Duisburg-Niederrhein erhielt den Sonderpreis NRW für den Beitrag „2. Mai 1933 - Tatort Duisburg“.

Auch in diesem Jahr gelang es dem Kumpelverein, Jugendliche zu motivieren, ihre Stimme gegen Rassismus und Rechtsextremismus zu erheben und aktiv zu werden. Die Gewinnerinnen und Gewinner machten in ihren Beiträgen deutlich, dass sie in einer offenen und von Akzeptanz geprägten Gesellschaft leben möchten. Sie zeigten, wozu Rassismus und Rechtsextremismus fähig sind und riefen dazu auf, gemeinsam Widerstand zu leisten.

Mehr Informationen zu den prämierten Beiträgen unter:  http://www.gelbehand.de/cms/index._cGlkPTM2Ng_.html


Nach oben

Ansprechpartnerin Ildikó Pallmann

Porträt Ildikó Pallmann
Ildikó Pallmann

Fon: 030/21240-213
Fax: 030/21240-142

E-Mail

Bezirks-Newsticker

Themenverwandte Beiträge

Artikel
Band für Mut und Verständigung würdigt Einsatz gegen Ausgrenzung
Die Preisträger des Bandes für Mut und Verständigung 2017 stehen fest: Ausgezeichnet werden in diesem Jahr Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen Rassismus und Ausgrenzung und für ein friedliches Miteinander engagiert haben. Am 13. Juli werden der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach, die Auszeichnung im Berliner Rathaus übergeben. weiterlesen …
Artikel
Band für Mut und Verständigung 2017: Zivilcourage würdigen
Hinsehen und sich einmischen, Verantwortung übernehmen. Dafür braucht man Zivilcourage. Das Band für Mut und Verständigung zeichnet jährlich ehrenamtlichen Einsatz für Verständigung aus. Wer sollte für sein Engagement im Jahr 2016 mit dem Band für Mut und Verständigung geehrt werden? Und wofür? Schlagen Sie Einzelpersonen, Gruppen oder Initiativen aus Berlin und Brandenburg vor. Einsendeschluss ist der 1. März. weiterlesen …
Artikel
„Bündnis für ein weltoffenes und tolerantes Berlin“ gegründet
In Berlin hat sich ein neues Bündnis gegründet. Die evangelische und die katholische Kirche, der DGB Berlin-Brandenburg und die Diakonie Berlin-Brandenburg erklärten am Donnerstag als Initiatoren des Bündnisses, dass sie die Berliner Zivilgesellschaft gegen fremdenfeindlichen Hass und Gewalt und für Toleranz und Demokratie mobilisieren möchten. weiterlesen …

Zuletzt besuchte Seiten