Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/17 - 21.03.2017
"Besoldung im Tabellenkeller"

Berlin: Deutlicher Aufschlag auf das Tarifergebnis der Angestellten nötig

Einen deutlichen Aufschlag auf das Tarifergebnis fordert die DGB-Vorsitzende Berlin-Brandenburg, Doro Zinke, für die Besoldung der Beamten in Berlin. „Berlin ist bei der Besoldung durchgehend im Tabellenkeller, ein Lehrer beispielsweise verdient in Berlin mehrere Tausend Euro weniger als in Bayern“, sagt Zinke. Auf das Tarifergebnis für die Landesangestellten müsse darum bei der Übertragung auf die Beamten deutlich mehr aufgeschlagen werden als die bisher vom Senat festgelegten 0,5 Prozent.

Damit sich die Schere zu den anderen Bundesländern schon dieses Jahr ein sichtbares Stück schließt, schlägt der DGB vor, die Jahressonderzahlung deutlich zu erhöhen. „Davon würden auch die Beamtinnen und Beamten mit niedrigeren Einkommen besonders profitieren“, sagt Zinke. Die Anpassung der Beamtenbesoldungen sollte außerdem künftig wieder wie die der Tarifeinkommen zum 1. Januar angepasst werden statt zum 1. August: „Die Verzögerung der Besoldungserhöhung um über ein halbes Jahr bringt Einbußen und vergrößert in der Bilanz wieder den Abstand zu den anderen Ländern.“ Auch die Bezüge der Beamtenanwärter sollten erhöht werden, um den Landesdienst attraktiver zu machen.

 
Der DGB hat den Finanzsenator um einen Gesprächstermin gebeten, um über die Perspektiven der Besoldung bis 2021 zu sprechen.
 

Daten zur unterschiedlichen Besoldung in den Bundesländern: DGB-Besoldungsreport 2017

 


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