Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 26/12 - 30.04.2012

1. Mai 2012: Gute Arbeit für Europa

Die Wirtschaftskrise in Europa dauert an. Immer mehr Menschen – gerade auch Jugendliche – sind arbeitslos, soziale Errungenschaften werden über den Haufen geworfen. Das alles diskreditiert nicht Europa, aber sehr wohl die Politik, die derzeit gemacht wird. Der diesjährige Tag der Arbeit steht deshalb unter dem Motto „Gute Arbeit für Europa – Gerechte Löhne, Soziale Sicherheit!“. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften bejahen die europäische Integration.

„Wir wollen die Zukunft Europas sozial gestalten. Dazu gehören Gute Arbeit und wachsende Einkommen“, betonte Doro Zinke, die Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg. Das Konzept der Guten Arbeit müsse dabei praktisch gestaltet werden, was gleichzeitig bedeute, sich gegen Minijobs, Leiharbeit, schlecht bezahlte Werkvertrags-Arbeitsverhältnisse und Scheinselbstständigkeit zu wenden. „Die Tarifrunde 2012 ist – mit ihren bisherigen Abschlüssen – auf dem richtigen Weg und wird kraftvoll fortgesetzt!“, so Zinke weiter.

Die Region Berlin-Brandenburg profitiere zwar von der positiven Gesamtentwicklung. „Doch die Ausbeutung osteuropäischer Wanderarbeiter an der Flughafenbaustelle Schönefeld zeigt ebenso wie der Arbeitsplatzabbau in der brandenburgischen Solarindustrie, wie viel im Bereich der Guten Arbeit in der Praxis zu tun ist“, stellte die DGB-Bezirksvorsitzende fest.

Die Gewerkschaften fordern nicht allein den solidarischen Austausch in Europa, sie leben ihn vor: Doro Zinke ist am diesjährigen 1. Mai auf Einladung der norwegischen Gewerkschaften Gastrednerin bei der gewerkschaftlichen Kundgebung in Oslo. In Berlin werden morgen als Hauptredner der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Ulrich Thöne, und als Gastredner Ramón Górriz vom Spanischen Gewerkschaftsbund CCOO auf der Bühne vor dem Brandenburger Tor die Ziele der europäischen Gewerkschaften darlegen.


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