Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 25/15 - 18.06.2015

DGB begrüßt Umwandlung von Minijobs in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung / Reform der Minijobs gefordert

„Wenn Minijobs durch sozialversicherungspflichtige Teilzeitstellen ersetzt werden, begrüßen wir das“, erklärt Doro Zinke, Vorsitzende des DGB-Bezirks Berlin-Brandenburg. Die Minijobzentrale hatte die Einschätzung geäußert, dass die Zahl der geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse wegen des Mindestlohns gesunken sei. Viele Minijobs seien gleichzeitig Niedriglohnjobs, die durch den gesetzlichen Mindestlohn über die 450-Euro-Grenze und so wenigstens in die Gleitzone gelangt sein könnten, sagt Zinke dazu. „Es ist ja kein Zufall, dass vor allem in Ostdeutschland die Zahl der Minijobs zurückgegangen ist, denn hier gab es vor dem Mindestlohn besonders viele Löhne unter 8,50 Euro.“

 Aus Sicht des DGB sind die Minijobs ohnehin reformbedürftig. Sie bildeten keine Brücke in den regulären Arbeitsmarkt und seien bei ausschließlich geringfügiger Tätigkeit ein Armutsrisiko – während des Arbeitslebens und im Alter. „Es muss für alle Beschäftigungsverhältnisse eine soziale Absicherung ab dem ersten verdienten Euro geben, auch bei Teilzeitjobs mit geringem Stundenumfang“, fordert Zinke.


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Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

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