Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 08/17 - 06.03.2017
Internationaler Frauentag

Zum 8. März: DGB fordert gute und existenzsichernde Arbeit

Zum Internationalen Frauentag fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund gute und existenzsichernde Arbeit für Frauen ein. „Arbeitszeit ist in Deutschland so ungleich zwischen Frauen und Männern verteilt wie in kaum einem anderen EU-Land“, sagt Doro Zinke, Vorsitzende des DGB in Berlin und Brandenburg. „Das hat gravierende Folgen für Einkommen, Rente und Fortbildungsmöglichkeiten.“ Der DGB Berlin-Brandenburg stellt deshalb das Thema „Arbeitszeit und Lebenszeit“ in den Mittelpunkt seiner zentralen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag am 7. März in Potsdam. Mit zahlreichen Aktionen wirbt der DGB auch für die Stabilisierung der gesetzlichen Rente, die für Frauen häufig die einzige Alterssicherung ist.

Frau mit Uhr / Arbeitszeit

Colourbox.de

Auf Frauen entfallen über 80 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitstellen – in Ost- wie in Westdeutschland. Noch immer gibt es kein gesetzliches Recht, von Teilzeit in Vollzeit zurückzukehren, wenn die Lebensumstände das zulassen. „Weil Frauen häufiger in Teilzeit arbeiten, nehmen sie auch seltener an Weiterbildungen teil, die aber angesichts des digitalen Wandels der Arbeit wichtig sind“, so Zinke. „Die vielzitierte Arbeit 4.0 ist nicht nur ein Thema für die Industrie, sondern auch allgegenwärtig in frauendominierten Bereichen wie Pflege und Handel.“

Neue Formen des Arbeitens, wie Home-Office und mobiles Arbeiten, könnten Frauen und Männern die Chance bringen, Arbeitsleben und Familienpflichten besser zu vereinbaren. „Wir müssen aber dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Darum ist ein Recht auf Abschalten und Erholung so wichtig“, sagt Zinke. „Es muss auch klar gestellt werden, dass Home-Office gleichwertige Arbeitszeit und keine Form von Freizeit ist, in der gleichzeitig mit der linken Hand am Handy gearbeitet und mit der rechten das Kind gefüttert werden kann.“

 

Beim Frauentagsempfang des DGB Berlin-Brandenburg in Potsdam zu „Arbeitszeit und Lebenszeit“ diskutieren Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter über innovative Arbeitszeitmodelle und Arbeitszeitverkürzung, die Konzepte der Gewerkschaften und das Thema Sonntagsöffnung im Einzelhandel.

Eine Übersicht der Veranstaltungen des DGB in Berlin und Brandenburg finden Sie im Anhang dieser Mail und auf unserer Homepage: http://berlin-brandenburg.dgb.de/themen/++co++e4ed1b12-fdc4-11e6-8448-525400e5a74a.

Hinweis: Die Angaben zur Teilzeitbeschäftigung von Frauen beziehen sich auf die Zahlen des IAB-Betriebspanels (Zahlen für das Jahr 2015).


Nach oben

Bezirks-Newsticker

Themenverwandte Beiträge

Pressemeldung
Frauenberufe? Männerberufe? Voll von gestern!
Der 18. Girls‘ Day am 26. April bietet Schülerinnen einen Einblick in die Arbeitswelt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung. Entscheidend für die Berufswahl sollten individuelle Fähigkeiten und Neigungen sein, nicht vorgefertigte Rollenbilder, sagt die stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Sonja Staack. Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit sollte eine Selbstverständlichkeit sein!
Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen stagniert in Deutschland seit Jahren bei 21 Prozent. Somit fällt der bundesweite Equal-Pay-Day - also jener Tag im Jahr, bis zu dem Frauen im Vergleich zu Männern statistisch unbezahlt arbeiten – auch in diesem Jahr wieder auf den 18. März. Dazu erklärt der Bezirksvorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: Zur Pressemeldung
Pressemeldung
Sonja Staack (DGB): Mehr Frauen in die Politik, bessere Politik für Frauen
Anlässlich der anstehenden Konferenz „Frauen in die Parlamente“ des Frauenpolitischen Rates Brandenburg fordert der DGB, dass Parlamente und Regierungen auf Landes- und Bundesebene die Interessen von Frauen gleichberechtigt vertreten. „Wir brauchen mehr Frauen in der Politik und bessere Politik für Frauen“, sagt Sonja Staack, stellvertretende Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. Regelungen zu Arbeitszeit, Steuern, Sozialversicherung und der Bezahlung mehrheitlich von Frauen ausgeübter Berufe missachteten vielfach noch die Interessen und Lebenslagen von Frauen. Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten