Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20/18 - 12.04.2018

DGB Berlin-Brandenburg: Rasant steigende Mieten sind selbst für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen soziale Bedrohung

Laut einer aktuellen, von der Hans-Böckler-Stiftung geförderten Studie fehlen in den 77 deutschen Großstädten gut 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen, darunter etwa 1,4 Millionen Wohnungen unter 45 Quadratmetern für Einpersonenhaushalte. In Berlin fehlen mit rund 310.000 bundesweit die meisten bezahlbaren Wohnungen.

Dazu erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg:

„Die rasant steigenden Mieten sind auch für durchschnittlich verdienende Beschäftigte zu einer ernsthaften sozialen Bedrohung geworden. Dies gilt in Berlin und Brandenburg doppelt und dreifach, denn hier kommen Bevölkerungsboom, Bauspekulation und niedrige Einkommen in der denkbar ungünstigsten Kombination zusammen.“

Der DGB Berlin-Brandenburg unterstützt die mietenpolitische Demonstration am Sonnabend und fordert die Politik zum Handeln auf. Dazu ergänzt Hoßbach:

„Die Entwicklung der Wohnkosten kann nur mit einer konsequenten Stärkung des Mieterschutzes, gepaart mit einer aktiven Neubaupolitik für bezahlbare Wohnungen im öffentlichen Eigentum in den Griff bekommen werden. Die Bundesregierung muss mit Bau- und Finanzierungsprogrammen sowie dem Ausbau des Mieterschutzes und der Verbesserung der Mietpreisbremse schnellstmöglich aktiv werden. Gleichzeitig brauchen wir eine Gesamtstrategie zur Stärkung der Einkommen in der Region .“

 

 

 


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Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

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