Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 17/18 - 13.03.2018
Gemeinsame Kabinettssitzung der Landesregierungen von Berlin und Brandenburg

Schienenverkehr und Fachkräftesicherung dulden keinen Aufschub!

Dass Berlin und Brandenburg die Herausforderung des Schienenverkehrs gemeinsam beraten ist richtig, denn die Probleme in diesem Bereich dulden keinen Aufschub, erklärt der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: Die Mobilitäts- und Flexibilitätsanforderungen an Beschäftigte steigen und führen zu einem höheren Fahrgastaufkommen und längeren Fahrtzeiten. Zunehmend pendeln nicht nur Brandenburger Beschäftigte nach Berlin, sondern auch Berliner Beschäftige nach Brandenburg. Auf diese Entwicklung weisen die Gewerkschaften seit Jahren hin. Die Erweiterung der Kapazitäten sowie der Ausbau der Streckeninfrastruktur müssen schnell umgesetzt und der Investitionsstau abgebaut werden. Die Maßnahmen aus der getroffenen „i2030“ Vereinbarung sind richtig, müssen aber bereits in den nächsten Jahren realisiert werden. Wir fordern die Landesregierungen und die Deutsche Bahn Netz AG auf, die mittelfristigen Probleme des steigenden Fahrgastaufkommens und der Auslastung des Mischverkehrsnetzes ebenfalls zügig anzugehen.

Auch die Fachkräftesicherung ist von entscheidender Bedeutung für die Region. Der DGB Berlin-Brandenburg weist in diesem Zusammenhang auf die strategische Bedeutung der Berufsschullehrerausbildung hin.

Beide Länder sind dringend gefordert, ihre Anstrengungen zur landeseigenen Ausbildung von Berufsschullehrerinnen und –Lehrern zu intensivieren. Bereits jetzt existieren im Berufsschulbereich große Fachkräftelücken, die durch die Verrentungen und Pensionierungen in den nächsten Jahren rasant wachsen werden, sofern nicht schnell reagiert wird. Hier liegt ein erhebliches Risiko für die Fachkräftesicherung von Morgen.


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