Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 11/16 - 09.05.2016
Berufliche Bildung

Integration durch gute Ausbildung: DGB lehnt Schmalspur-Qualifizierung für geflüchtete Menschen ab

„Der Zuzug von Flüchtlingen darf nicht missbraucht werden, um die Qualitätsstandards in der beruflichen Bildung zu schleifen“, sagt die DGB-Vorsitzende in Berlin und Brandenburg, Doro Zinke. Solche wiederkehrenden Vorstöße arbeitgebernaher Zirkel reden nach Auffassung des DGB einer Zweiklassengesellschaft auf dem Arbeitsmarkt das Wort, die nicht akzeptabel ist.

„Integration in gute Arbeit und Ausbildung ist ein wesentlicher Schlüssel, um in unserer Gesellschaft anzukommen und teilzuhaben“, sagt Zinke. Darum dürften geflüchtete Menschen nicht in Schulungsangebote von fragwürdiger Qualität abgedrängt werden. „Wir müssen den Weg in betriebliche Ausbildung und zur beruflichen Bildung in Oberstufenzentren ebnen. Wenn jetzt diverse Träger ein neues Geschäftsfeld wittern und ihre Kurse mit geflüchteten Menschen auslasten wollen, müssen sie eine Absage erhalten. Wir wollen eine qualitativ hochwertige Berufsbildung für alle, in Verantwortung der Betriebe und der öffentlichen beruflichen Schulen“, sagt die DGB-Vorsitzende. Es müsse stets sichergestellt sein, dass Qualifikationsangebote für Geflüchtete dem Bildungszuwachs der teilnehmenden Menschen verpflichtet seien und nicht den Bilanzen der Träger.


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