Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 15/16 - 21.07.2016

Christopher Street Day 2016

DGB fordert Gleichheitsrechte zu erweitern / Gewerkschafts-Wagen beim Berliner CSD unter dem Motto "Danke für nix"

„Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben im Alltag muss endlich aufhören“, fordert die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg zum diesjährigen Christopher Street Day (CSD) am Samstag in Berlin. Auch 15 Jahre nach Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft sei keine Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LSBT) erreicht. „Lesben und Schwule haben zwar die gleichen Pflichten wie Eheleute, aber deswegen noch lange nicht die gleichen Rechte“, kritisiert Zinke, und unterstützt die Forderung vieler Lesben und Schwulen nach einer „Ehe für Alle“.

 

„Viele Forderungen nach Gleichberechtigung sind immer noch nicht erfüllt“, resümiert Zinke. „Deshalb fordern wir erneut, die Gleichheitsrechte zu erweitern.“ Besonders wichtig ist aus Sicht des DGB, dass die sexuelle Identität in den Katalog der Gleichheitsrechte des Artikels 3 ins Grundgesetz aufgenommen wird. „Der ausdrückliche Schutz der sexuellen Identität durch das Grundgesetz hätte weitreichende rechtliche Ausstrahlung, auch gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz“, sagt Zinke, und die sei immer noch ein praktisches Problem: „Viele Schwule und Lesben meiden ein Coming-out am Arbeitsplatz, weil sie offene oder versteckte Diskriminierung und sogar Mobbing fürchten – das ist psychisch sehr belastend.“

 

Der DGB setzt sich für Vielfalt und gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt ein. Gemeinsam mit seinen Mitgliedsgewerkschaften nimmt der DGB Berlin-Brandenburg auch in diesem Jahr wieder am Berliner CSD am 23. Juli 2016 mit einem Wagen teil, unter dem Motto „Danke für nix!“.


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Ansprechpartnerin Presse

Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

Presse- und Öffentlichkeits- arbeit,
Gleichstellungs- politik

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

annika.klose@dgb.de

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