Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 35/15 - 05.08.2015

Ehegattensplitting ist unfair und realitätsfern / ein Viertel der Brandenburger und ein Drittel der Berliner Eltern sind alleinerziehend

Angesichts der großen Zahl alleinerziehender Eltern in Berlin und Brandenburg weist die DGB-Bezirksvorsitzende auf die massiven Fehlanreize durch das Ehegattensplitting hin, das vor allem für Frauen das Risiko von Einkommens- und Altersarmut steigert.

„Bekanntermaßen fördert das Splitting weder Familie noch Ehe an sich, profitieren können nur Partner mit deutlichen Einkommensunterschieden“, betont Zinke. „Vor allem Frauen mit Kindern werden dadurch Auszeiten, Teilzeitarbeit und Minijobs schmackhaft gemacht.“ Das gehe an den sozialen Realitäten vorbei: „Das Steuerrecht fördert Hausfrauenehe und Teilzeitarbeit, das Unterhaltsrecht bestraft Frauen nach Ende einer Ehe dafür. Das ist zynisch und passt nicht zusammen.“

Berlin ist „Hauptstadt der Alleinerziehenden“- der Berliner Familienbericht hatte erst Anfang Juni darauf hingewiesen, dass jeder dritte Haushalt mit Kindern unter 18 alleinerziehend ist und 90 Prozent der Alleinerziehenden Frauen sind. In Brandenburg betrifft das jede vierte Familie, auch hier tragen zu 90 Prozent Frauen die Hauptverantwortung für die Kinder.


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Ansprechpartnerin Presse

Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

Presse- und Öffentlichkeits- arbeit,
Gleichstellungs- politik

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Fax 030 21240-114

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