Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 20/17 - 22.06.2017

Personalnot in Berlin und Brandenburg: Beschäftigte im öffentlichen Dienst müssen Personalnotstand abfangen

Fehlendes Personal im öffentlichen Dienst hat gravierende Auswirkungen auf Bürgerinnen und Bürger: An Standesämtern bilden sich Warteschlangen, Unterricht fällt aus, Eltern müssen aufs Elterngeld warten, die Eintreffzeiten der Feuerwehr bei Notrufen haben sich verlängert. Darauf weist der DGB Berlin-Brandenburg zum Tag des öffentlichen Dienstes am 23. Juni hin. Durch jahrelangen Personalabbau und falsche Personalpolitik wurde es versäumt, genügend Nachwuchskräfte zu gewinnen. „In Berlin und Brandenburg fehlen Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute, Verwaltungsbeamte“, sagt Doro Zinke, Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg. „Das heißt, dass den Bürgerinnen und Bürgern selbst grundlegende öffentliche Dienstleistungen nicht oder nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen. Das heißt aber auch, dass die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes den Personalnotstand abfangen müssen und unter immer schlechteren Arbeitsbedingungen zu leiden haben.“

 Länder und Kommunen müssen nach Auffassung des DGB eine strategische Personalentwicklung für den öffentlichen Dienst betreiben, die sich an den notwendigen Aufgaben orientiert und die altersbedingten Personalabgänge berücksichtigt. „Wichtig ist auch, die Leistung der Menschen im öffentlichen Dienst anzuerkennen“, sagt Zinke. „Sehr viele Beschäftigte arbeiten trotz erschwerter Rahmenbedingungen gerne im öffentlichen Dienst und versuchen jeden Tag, mit ihrer engagierten Arbeit die Probleme, die sie nicht verursacht haben, auszugleichen. Ich finde, der Tag des Öffentlichen Dienstes ist ein guter Anlass, diese Leistung besonders zu würdigen und danke zu sagen.“

 


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Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

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Gleichstellungs- politik

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