Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 37/17 - 14.12.2017

Feierlicher Abschied vom DGB-Gewerkschaftshaus am Wittenbergplatz

Mit dem Abriss des Berliner DGB-Hauses in der Keithstraße 1 + 3 geht ein Stück Berlin-Brandenburger Geschichte zu Ende. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges begann der Bau des Gewerkschaftshauses, politisch bewusst direkt nach dem Mauerbau 1961. Das Haus war ein Ort, an dem seit den 1990er Jahren Ost und West zusammenwuchsen. Das Gewerkschaftshaus steht symbolisch für die bewegte Gewerkschaftsgeschichte in Berlin und Brandenburg. Es wird durch einen modernen Neubau ersetzt. Neben den bisherigen Mietern wird ab 2020 auch die DGB-Bundesvorstandsverwaltung in den Neubau einziehen.

Der DGB Berlin-Brandenburg lädt zu einer würdigen Verabschiedung von seiner langjährigen Wirkungsstätte zu einem feierlichen Akt ein, am Donnerstag, den 14.12.2017 ab 16:00 Uhr im alten Gewerkschaftshaus (Keithstraße 1 - 3) mit u.a. folgenden Programmpunkten:

  • Ansprache durch die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg Doro Zinke (DGB)
  • Gruß wort der Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler
  • Gemeinsamer Abbau des Schildes „Wilhelm-Leuschner-Saal“
  • Ausstellung zur Erinnerung und den Perspektiven des DGB-Hause
  • Kreative Botschaften der Gäste an das alte Haus mit zur Verfügung gestellten Mal-Utensilien

Pressevertreterinnen und Pressevertreter sowie interessierte Gäste sind herzlich eingeladen.

Um Anmeldung unter annika.klose@dgb.de  wird gebeten.


Zum Hintergrund:

Historische Schlaglichter auf die Geschichte des Gewerkschaftshauses in der Keithstraße

• Am 23. August 1961 wurde der Grundstein des neuen Gewerkschaftshauses unter dem demonstrativen Motto „Der Deutsche Gewerkschaftsbund steht zu Berlin“ gelegt, wenige Tage nach der Errichtung der Berliner Mauer. Die Festreden hielten der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin Willy Brandt und der DGB Bundesvorsitzende Willi Richter.

• Die Einweihung des Gewerkschaftshauses wurde am 5. Mai 1964 mit Reden des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Willy Brandt und des DGB Bundesvorsitzenden Ludwig Rosenberg gefeiert, der das Haus zur „Schutz- und Trutzburg der Freiheit“ ernennt. Die Vision für das Haus ist, dass in einem wiedervereinigten Deutschland der DGB Landesbezirk Berlin-Brandenburg hier seinen Platz haben soll.

• Am 18. Januar 1969 wird das Gewerkschaftshaus Schauplatz von Auseinandersetzungen mit der APO, bei denen Scheiben des Gewerkschaftshauses zu Bruch gehen.

• Nach dem Mauerfall fand ab 1991 der neu gegründete DGB Landesbezirk Berlin-Brandenburg seinen Sitz im Gewerkschaftshaus in der Keithstraße. Vorausgegangen waren Austausche mit den Gewerkschaften der DDR im Zuge der Entspannungspolitik, sowie nach der Wende Hilfestellungen für die Gewerkschaften in Brandenburg.

Für weiteres Bildmaterial und Hintergrundinformationen steht die Pressestelle des DGB Berlin-Brandenburg gerne zur Verfügung.

 


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Ansprechpartnerin Presse

Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

Presse- und Öffentlichkeits- arbeit,
Gleichstellungs- politik

Tel. 030 21240-111
Fax 030 21240-114

annika.klose@dgb.de

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