Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 33/15 - 23.07.2015
Senat und Landesregierung müssen die Initiative ergreifen

DGB-Vorsitzende fordert Sozialversicherung für Minijobs

„Die Reform der Minijobs ist überfällig“, erklärt die Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Doro Zinke. „Wir haben inzwischen massenhaft Studien zu den negativen Folgen der Minijobs, jetzt müssen daraus auch mal Konsequenzen gezogen werden. Minijobs müssen ab dem ersten verdienten Euro sozial abgesichert werden.“ Gerade in den letzten Wochen war viel über die schädlichen Wirkungen zu lesen: Minijobs fördern Altersarmut und sind keine Brücke in Vollzeitjobs. Weil ab einem Einkommen von 451 Euro Steuern fällig werden, hält die geltende Regelung vor allem verheiratete Frauen ab, eine sozialversicherte Stelle anzunehmen, außerdem fördert sie außerdem unnötigerweise Ehepaare mit hohem Haushaltseinkommen. Auch für das Privatleben sind Minijobs nicht gut: Nach einer aktuellen Studie trennen sich prekär Beschäftigte häufiger. „Es fehlt wirklich nicht an Argumenten und Daten“, sagt Zinke.

Auch in Berlin und Brandenburg haben viele Beschäftigte nur einen Minijob, deshalb sieht Zinke auch die Regierungen der beiden Länder in der Pflicht: „Wenn die Koalition auf Bundesebene nicht aktiv wird, müssen Senat und Landesregierung im Bundesrat einen Reformvorschlag einbringen“, so Zinke.

 

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