Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 51/18 - 29.08.2018
Mindestlohnkommission Brandenburg

Höherer Vergabemindestlohn: Ein Schritt gegen Lohndumping

Zum Vorschlag der Mindestlohnkommission für die Erhöhung des vergabespezifischen Mindestlohns in Brandenburg erklärt Christian Hoßbach, Vorsitzender des DGB Berlin-Brandenburg:

„Die Empfehlung für einen Vergabemindestlohn von 10,50 Euro pro Stunde ist ein realistischer Kompromiss. Damit geht es einen ordentlichen Schritt in Richtung eines Lohnniveaus, von dem man leben kann.

Regierung und Landtag müssen diesen Mindestlohn jetzt auch zügig beschließen. Er ist notwendig, um faire Bedingungen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge zu sichern und Anreize zur Auslagerung aus Kostengründen zu begrenzen. Lohndumping im öffentlichen Auftrag darf es nicht geben.

Auch für die anstehende Anpassung des Berliner Vergabemindestlohns ist die Empfehlung der Brandenburger Kommission ein Aufschlag: Darunter wird es nicht gehen.

Höhere Mindestlöhne sind kein Widerspruch zur dringend gebotenen Stärkung des Tarifvertragssystems. Dies muss unter anderem durch konsequente Anwendung von Tariftreueregelungen politisch unterstützt werden."

 


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