Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 42/18 - 26.06.2018
DGB Berlin-Brandenburg zur "Studie Arbeit 4.0 in Brandenburg"

Potentiale können nur durch Mitbestimmung genutzt werden

Zur Vorstellung der Studie "Arbeit 4.0 in Brandenburg" am heutigen Dienstag, den 26. Juni, durch die Brandenburger Arbeitsministerin Diana Golze, Wirtschaftsminister Albrecht Gerber und Dr. Steffen Kammradt, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Brandenburg, erklärt der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach:

„Der digitale Wandel bietet große Chancen für die Brandenburger Wirtschaft und die Beschäftigten. Diese Potentiale können aber nur dann genutzt werden, wenn die sogenannte ‚Arbeit 4.0‘ auch zu Guter Arbeit ausgestaltet wird. Wir begrüßen daher, dass die Brandenburger Landesregierung die Zeichen der Zeit erkannt hat. Die vorgelegte Studie ist ein erster wichtiger Schritt für eine fundierte Auseinandersetzung mit dieser Aufgabenstellung und zeigt die Potentiale und Risiken auf.

Das Abschlussbericht der Studie bestätigt: die betriebliche Mitbestimmung ist für die erfolgreiche Gestaltung der Digitalisierung ein entscheidender Faktor. Beschäftigten und ihre Betriebsräte müssen in die Gestaltung der neu entstehenden Arbeitssysteme im Betrieb umfassend einbezogen werden. Eine mitbestimmungsfreundliche, sozialpartnerschaftliche  Atmosphäre in der Politik und den Betrieben ist daher unabdingbar.

Die landespolitische Strategie zur Digitalisierung in den Brandenburger Unternehmen wird dann erfolgreich sein, wenn sie gleichzeitig eine Strategie zur Stärkung von Mitbestimmung und Tarifverträgen ist. Wir brauchen diese dezentrale, betriebs- und branchennahe Verantwortlichkeit für faire, innovative und wirtschaftlich erfolgreiche Lösungen.

Gute Arbeit 4.0 bietet die Möglichkeit, Produktivitätsrückstände in der Brandenburger Wirtschaft abzubauen und somit die Attraktivität der Region für Investitionen und hochqualifizierte Arbeitskräfte zu erhöhen. Um die neuen Anforderungen bewältigen zu können,  ist eine Weiterqualifizierung der Beschäftigten aber unabdingbar. Dies umfasst die zielgenaue Schulung für neue Techniken ebenso wie beispielsweise bedarfsgerechte Angebote in fest installierten Qualifizierungsstrukturen.“


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