Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 01/16 - 08.02.2016
Vorschläge für Zivilcourage-Preis bis zum 1. März möglich

„Band für Mut und Verständigung“ würdigt beispielhaftes Handeln gegen Diskriminierung und Gewalt

Das Bündnis für Mut und Verständigung verleiht in diesem Jahr zum 23. Mal das „Band für Mut und Verständigung“. Die Auszeichnung würdigt Menschen aus Berlin und Brandenburg, die durch mutiges Eingreifen Mitbürgerinnen und Mitbürger vor rassistisch motivierter Gewalt beschützt haben oder durch ehrenamtliches Engagement einen Beitrag zur interkulturellen und sozialen Verständigung leisten.

„Gerade jetzt wollen wir den Einsatz für Menschenrechte und Demokratie und für eine tolerante Gesellschaft auszeichnen“, sagt die DGB-Vorsitzende für Berlin und Brandenburg, Doro Zinke. „In Zeiten zunehmender Gewalt gegen Flüchtlingsunterkünfte und rechtsextremer Angriffe auf politisch Engagierte möchten wir mit der Auszeichnung ein Zeichen für lebendige Willkommenskultur setzen.“ Das „Band für Mut und Verständigung“ solle ehrenamtliches Engagement anerkennen und andere zum Mitmachen ermutigen.

Vorschläge können bis spätestens 1. März 2016 unter mutundverstaendigung@dgb.de oder beim DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, Bündnis für Mut und Verständigung, Keithstraße 1+3, 10787 Berlin eingereicht werden. Weitere Informationen stehen unter www.respekt.dgb.de.

 


Zum Bündnis für Mut und Verständigung:

Das Band für Mut und Verständigung wird seit 1993 vom Bündnis für Mut und Verständigung verliehen (bis 2014: „Bündnis der Vernunft gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit“), das der DGB nach den gewaltsamen Übergriffen auf Ausländer Anfang der 1990er Jahre initiiert hatte.

Die Mitglieder des Bündnisses für Mut und Verständigung sind: der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Integrationsbeauftragte des Landes Brandenburg, die Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration, die Arbeiterwohlfahrt Landesverbände Berlin und Brandenburg, der Caritasverband für das Erzbistum Berlin, der DGB Bezirk Berlin-Brandenburg, der Paritätische Wohlfahrtsverband Berlin, das Deutsche Rote Kreuz Landesverbände Berlin und Brandenburg, das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg, die Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, das Erzbistum Berlin, die Jüdische Gemeinde zu Berlin, der Landessportbund Berlin und der Flüchtlingsrat Berlin.

Zu den bisherigen Preisträgern des Bandes für Mut und Verständigung gehören die Jugendinitiative "Bunte Zora" aus Lauchhammer, der Hennigsdorfer Ausländerbeirat und Einzelpersonen wie Michael Kelm, Nicole Lüdeking und Jana Böttner, die in der Bahn und auf der Straße Menschen halfen, die aus rassistischen Gründen angegriffen wurden.


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