Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 24/18 - 20.04.2018

DGB Berlin-Brandenburg gedenkt der Befreiung des KZ Sachsenhausen sowie den dort ermordeten und inhaftierten Gewerkschaftsmitgliedern

Vor 73 Jahren befreiten am 22./23. April 1945 sowjetische und polnische Soldaten die verbliebenen Insassen des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Von 1936 bis 1945 wurden dort unter anderem Gewerkschaftsmitglieder inhaftiert, gefoltert und ermordet. Der DGB Berlin-Brandenburg beteiligt sich wie in jedem Jahr an den Gedenkfeierlichkeiten am 22. April und wird im Rahmen des "dezentralen Gedenkens" einen Kranz am Gedenkstein für die Gewerkschafter/innen in der Gedenkstätte Sachsenhausen niederlegen. Der Gedenkstein war vor zehn Jahren errichtet worden. 

Dazu erklärt der Vorsitzende des DGB Berlin-Brandenburg, Christian Hoßbach: „Die Notwendigkeit, an die Opfer von Faschismus und Krieg, sowie die Verbrechen des Nationalsozialismus zu erinnern, verjährt nicht. Wir werden die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter nicht vergessen, die unter Einsatz von Freiheit, Gesundheit und Leben den Widerstand gegen den Faschismus organisierten. Auch heute gilt es, gegen Hass und Menschenfeindlichkeit aufzustehen und unsere Demokratie zu verteidigen.

Der zentrale Gedenktag ist auch ein Anlass, auf die wichtige Arbeit der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten hinzuweisen. Die Stiftung arbeitet seit 25 Jahren und hat die Gedenkstätten in dieser Zeit neu konzipiert. Ihre Arbeit bleibt grundlegend wichtig, wir bedanken uns heute bei den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, an der Spitze bei Prof. Günther Morsch, der in einigen Monaten nach 25 Jahren die Stiftung verlassen wird.

Zum Hintergrund:

Informationen zur zentralen Gendenkveranstaltung der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten anlässlich des 73. Jahrestags der Befreiung der Häftlinge des KZ Sachsenhausen finden Sie unter folgendem Link: http://www.stiftung-bg.de/gums/de/index.htm.


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Ansprechpartnerin Presse

Porträt Annika Klose, Bild: DGB/Nina Lepsius

Annika Klose

Presse- und Öffentlichkeits- arbeit,
Gleichstellungs- politik

Tel. 030 21240-111
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