Deutscher Gewerkschaftsbund

21.06.2012

„Die Griechen sind faul“

"Schau mal Mandy, da liegen die faulen Griechen." "Nee, das sind doch Schulzes aus Cottbus..."

warenform, 123comics

„Deutschland hat zwar auch hohe Schulden – aber wir können sie auch begleichen. Weil wir morgens ziemlich früh aufstehen und den ganzen Tag arbeiten“, schreibt die BILD-Zeitung (5.3.2010). Ist Griechenland also in der Krise, weil sich die Menschen dort einen faulen Lenz machen? Nein.

Vor der Krise arbeiteten die Griechen durchschnittlich 2120 Stunden im Jahr. Im Durchschnitt aller Industrieländer lag die Jahresarbeitszeit bei 1764 Stunden, in Deutschland waren es nur 1430 Stunden.

Die Griechen arbeiteten also viel. Inzwischen allerdings sind durch die Krise viele von ihnen zum Nichts-Tun gezwungen: Die Arbeitslosigkeit ist über 20 % gestiegen.

Man sieht: Nicht „Faulheit“ macht Krise. Es ist umgekehrt: Krise und Sparprogramme zerstören Arbeitsplätze.


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