Deutscher Gewerkschaftsbund

03.07.2012

„Europa soll sich ein Vorbild an Deutschland nehmen!“

Deutschland erzielte zwischen 1999 und 2008 einen Exportüberschuss von 600 Milliarden Euro allein mit den Euro-Krisenstaaten und Frankreich. Die sollen die deutsche Strategie nun nachmachen. Und sie tun es. Sie schleifen Arbeitnehmerrechte, senken Mindestlöhne, Arbeitslosenhilfe und Renten, sie streichen Feiertage und bauen den Kündigungsschutz ab. All dies zu einem Zweck: das Lohnniveau drücken und so den Import senken und den Export erhöhen. Nur: Wenn jeder Staat exportieren will und keiner importieren – wie soll das funktionieren?

warenform, 123comics

Das wünschen sich die deutschen Unternehmer. Kein Wunder. Ihre Gewinne sind in den vergangenen Jahren explodiert.

Ein deutscher Arbeitnehmer dagegen verdient heute – abzüglich Inflation – im Durchschnitt weniger als im Jahr 2000. Denn mit Hartz IV und der Förderung der Leiharbeit wurden die Löhne gezielt gedrückt.

Dieses Lohndumping hat Deutschlands Export gestärkt. Gleichzeitig wurde die inländische Nachfrage geschwächt, der Import stieg kaum. Folge: Deutschland erzielte zwischen 1999 und 2008 einen Exportüberschuss von 600 Milliarden Euro allein mit den Euro-Krisenstaaten und Frankreich.

Die sollen die deutsche Strategie nun nachmachen. Und sie tun es. Sie schleifen Arbeitnehmerrechte, senken Mindestlöhne, Arbeitslosenhilfe und Renten, sie streichen Feiertage und bauen den Kündigungsschutz ab.

All dies zu einem Zweck: das Lohnniveau drücken und so den Import senken und den Export erhöhen. Nur: Wenn jeder Staat exportieren will und keiner importieren – wie soll das funktionieren?


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Ver.di-Film: Wie die Finanzwirtschaft die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander treibt und was dagegen getan werden muß.


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Audiodatei: DGB-Vorstandsmitglied Claus Matecki stellt auf der Pressekonferenz des DGB das 4-Punkte-Papier für einen Kurswechsel in Europa vor.


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